Mittwoch, 30. September 2009

It’s been a while….

Uiuiui, schon lange nichts mehr geschrieben. Im Januar/Februar habe ich gedacht, dieses Jahr wird endlos sein. Jetzt ist Oktober und ich kann kaum glauben wie schnell die letzten Monate vorbeigerast sind. Schon bald kommen meine Eltern und dann geht’s zurück nach Hause.

Weiss kaum noch was alles passiert ist...
Ende August hat mir Anna erzählt, dass sie das Jahr vorzeitig abrechen werde um nach Australien zu gehen. Es war immer ihr Traum in Oz zu leben und zu arbeiten.
Ich wollte mich unbedingt von ihr verabschieden und so habe ich Jeldon gefragt ob sie Lust auf einen kleinen Road Trip habe.
Wir wollten extra früh losfahren, damit wir so gegen Mittag in Mombasa sein würden. Um 4Uhr morgens ging’s los... Erster Fehler war, ich hatte nicht wirklich einen vollen Tank und nach 45 min. fing es an zu blinken. Wir haben zum Glück noch eine verlassene Tankstelle gefunden. Mussten etwas warten, da sie erst um 5Uhr öffneten. So dachte ich nutzt du die Gelegenheit und die könnten vielleicht schon mal die Reifen checken… habe aber realisiert dass sie mich nicht verstehen und so habe ich Jeldon gerufen die im Auto Musik gehört hat. Das Problem ist, ich habe ja ein super Alarmsystem, dass die Türen schliesst wenn der Schlüssel steckt… Als ich mein Telefon im Auto holen wollte, habe ich realisiert, dass das Auto uns ausgeschlossen hat. Toll… 5Uhr morgens in the middle of nowhere.
Wir haben 2 1/2 Std. dort verbracht bis endlich der sturzbetrunkene Mechaniker kam, der irgendwie managen konnte, das Auto ohne grossen Schaden aufzubrechen.
Die restliche Reise verging dann aber zum Glück ohne weitere Zwischenfälle. Erstaunlicherweise waren wir trotzdem am Mittag da.
Wir haben 4 wunderschöne Tage in Mombasa verbracht.
Anna ist mittlerweile gut in Sydney angekommen und hat schon einen Job gefunden…

Seit ich das Auto habe ist alles wesentlich einfacher und es macht echt Spass, auch wenn das Fahren hier nicht gerade ungefährlich ist. Ich werde viel weniger belästigt… Komme von A nach B ohne durch die halbe Stadt zu gehen um das richtige Matatu zu erwischen. Es ist auch wesentlich sicherer.
Manchmal bin ich noch etwas verloren, da die Strassen nicht gerade gut beschildert sind oder kaum Beleuchtung vorhanden ist. Gerade gestern (Samstag) bin ich in eine Einbahnstrasse gefahren, aber blöderweise die falsche Richtung. Am Ende der Strasse waren 2 Cops, die mich dann mit auf die Polizeistation nehmen wollten wegen „massive traffic offence“. Am Montag müsse ich dann vor Gericht erscheinen… da schlich sich so langsam etwas Panik ein. Ca. 10 min. habe ich gar nicht realisiert, was eigentlich das Problem ist und ich dachte nur was ist denn das Problem von beinahe falsch abbiegen, bis er mich dann über die Einbahnstrasse aufgeklärt hat. Wie löst man das Problem in Kenya? Ich wollte nie in diese Korruptions- Geschichte involviert werden, aber was ist die bessere Option… den Cops etwas Geld zu geben oder vor Gericht zu erschienen? Ich habe ihnen dann etwas Geld gegeben und sie haben mich gehen lassen. Leider funktioniert die Polizei hier so…

Das Wetter ist endlich schön und es wird heiss. Das Problem ist, dass es nicht geregnet hat in der Regenzeit. Was sich nun auf ziemlich alles auswirkt. Es hat nicht genug essen, alles wird teuerer und die armen Menschen hungern, da sie kein Geld haben.
Wasser und Strom wird rationiert, das heisst 2-3x die Woche haben wir tagsüber keinen Strom, was das Arbeiten nicht gerade erleichtert. Wir haben das Glück, dass die Priester hier Wasser kaufen und einmal die Woche den Tank auffüllen. Das Problem an diesem System ist, das Wasser muss gepumpt werden. Ohne Strom funktioniert natürlich die Wasserpumpe auch nicht.
Ich habe mich wirklich sehr an das Leben hier gewöhnt, aber ich muss auch sagen, dass Nairobi nicht unbedingt das Afrika ist wie wir uns das vorstellen. Es ist eine Grossstadt die einfach mit einigen Dingen noch etwas im Rückstand ist im Vergleich zu uns. Die Menschen von Mombasa nennen die jungen Leute von Nairobi .coms, ich denke dies sagt alles.
Zwischendurch finde ich es schön aus Nairobi zu flüchten, alles ist so busy hier.

See u soon…

xxx

2 Kommentare:

  1. Hey Isi. Schön wieder mal etwas von dir zu lesen. Dein Leben in Kenya ist ja ein einziges Abenteuer... hoffentlich wirds dir nicht langweilig, wenn du wieder in Sweet Home Switzerland bist... :-) Korruption hin oder her... du hast richtig gehandelt. Manchmal wünschte ich mir, unsere Cops wären auch so drauf... obwohl... vielleicht wäre das auch nicht das gelbe vom Ei. Anyway, lieber ein paar Scheine zücken als in einem fremden Land vor angeklagt werden.

    Halt durch meine Liebste! Ich kann es kaum erwarten, dich endlich wieder mal "live" zu sehen.

    Weitere Details folgen dann per PM via Facebook.

    Bis gly!
    Päscu

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  2. good to read your posts isa sadly you have also started behaving like a kenyan giving bribes to the cops. anyway TIA (that is Africa) wish you all the best.

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