Freitag, 31. Juli 2009

Kaloleni – Medical Camp

Am Freitag 17.7.09 ging es los ins Medical Camp… dies wird 2x jährlich von den ICYE Leuten organisiert und ist normalerweise freiwillig, da aber Eva und ich die einzigen Pflegefachfrauen waren wurde für uns bestimmt. Dafür war die Fahrt für uns gratis.
Nach 12 Stunden Fahrt und Stillstand (Stau) kamen wir um 20.00 Uhr in Kaloleni an. Davon gesehen habe ich nichts, keine Elektrizität weit und breit, wir waren so ziemlich im Busch gelandet (um 19.00 Uhr ist es dunkel).
Wir wurden wieder in irgendeiner katholischen Community untergebracht, war nicht so schlecht und es hatte Strom.
Um 22Uhr gabs dann mal was zu Essen, was aber eigentlich so der Plan war für die nächsten 2 Tage war, wusste niemand von den Helfern.
Es hiess dann, dass wir vielleicht schon mal Medis abpacken könnten… es war nichts vorbereitet. Alle Medis mussten in diese kleinen Säckchen abgefüllt werden, die natürlich auch noch nicht angeschrieben waren. Es war ein Pharamtyp dabei, der wohl der passivste Mensch ist der mir je begegent ist, der hat mich schon am ersten Abend wahnsinnig gemacht. Plötzlich hing irgendwie alles an mir und alle haben mich gefragt, obwohl ich doch eigentlich keine Ahnung hatte was hier der Plan ist. Wir haben bis 2Uhr morgens Medis abgepackt.


Die Gruppe war ganz ok, ausser den ICYE Leuten, die alle Kenyaner sind, waren bis auf 2 Isländerinnen alle Deutschsprachig (5 Deutsche, 1 Österreicher, 6 Schweizer).
Wenigstens wurden Eva und ich in keine Gruppe für Kückendienst eingeteilt :-)

Am Samstagmorgen ging’s dann so gegen 9 Uhr zum Ort des Geschehens, mittlerweile waren auch die 10 Medizinstudenten die mit dem Nachtbus von Nairobi kamen, angekommen.
Die Location war eine Schule, wo wir 3 Räume zur Verfügung hatten. Wieder hatte niemand einen Plan wie denn das Ganze nun ablaufen sollte und wieder schauten sie alle mich an. Da der Pharmatyp sowieso nichts sagte, habe ich die Räume aufgeteilt und die Helfer irgendwie platziert und und und. Der Sinn des Medical Camp war den Bewohnern des Dorfes gratis medizinische Betreung anzubieten. Unsere Aufgabe war die verschriebenen Medikamente zu geben und zu erklären. Wir waren also einfach Apotheke. Für Wundverbände oder ähnliches hatten wir nur sehr limitiert Material vorhanden.

Es kamen unglaublich viele Leute, einige sogar 2-3 Mal um noch mehr Medis zu kriegen, aber dies spielte keine Rolle wir hatten mehr als genug.
Es kamen viele Kinder ohne ihre Eltern, ich konnte mir kaum vorstellen, dass die die Medis tatsächlich richtig einnehmen, zudem kam öfters noch die sprachliche Barriere hinzu. Zum Glück hatten wir einige Volunteers dabei, die praktisch fliessend in Swahili waren, sehr beeindruckend und hilfreich.
Wir waren also 1 ½ Tage damit beschäftigt Medis zu verteilen.

Die Medizinstudenten wollten am Sonntag am Mittag aufhören, damit sie noch ein wenig Mombasa genissen konnten, bevor es für sie am Abend nach Nairobi ging. So hatten wir den Sonntagnachmittag frei. Ich verabschiedete mich von den Anderen und machte mich auf den Weg nach Vipingo um Pietro und Leslie zu besuchen, wo ich noch ein paar Tage verbrachte.

3 Kommentare:

  1. Hallo isa,
    danke für Deine spannenden Einträge mit Bilder.
    Kann mir langsam,auf Grund Deiner Schilderungen die kenyanische Mentalität schon etwas vorstellen,so punkto Speditivität und Prioritäten sezten.....kein Wunder,dasss dann immer ALLE Dich ansehen....

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  2. Yeah, that's my sista!!! Ein organisatorisches Wunder der Natur, eine Frau mit Tatendrang (statt vielen Worten) und mit Nerven wie Stahlseile! Bin stolz auf dich und die Kenyaner bestimmt sehr sehr dankbar! Take care und immer vorsichtig beim Autofahren!!!

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  3. Hey Isi. Gratuliere, du hast dich soeben von der Nurse zum CMO (Chief Medical Officer) befördert :-) Du bist halt einfach ein Naturtalent! Mach weiter so!

    Bussi us Bärn!
    Päci

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